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Golfstaaten beschleunigen Ölexporte aus Sorge vor möglichen regionalen Unruhen

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Golfstaaten beschleunigen Ölexporte aus Sorge vor möglichen regionalen Unruhen
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Die New York Times berichtete unter Berufung auf Quellen und Analysten, dass die arabischen Golfstaaten, allen voran Saudi-Arabien, in den letzten Wochen ihre Ölexporte erhöht haben. Diese vorsorgliche Maßnahme zielt darauf ab, die Risiken im Zusammenhang mit der aktuellen militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran zu verringern.

Laut einem Bericht des auf Ölmarktdaten spezialisierten Analyseunternehmens Kpler stiegen die saudischen Ölexporte bis Mitte Juni um 16 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Mai. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak verzeichneten jeweils einen Anstieg ihrer Exporte um rund 10 %. Die analysierten Daten zeigen, dass diese zusätzlichen Mengen vor allem auf Tanker verladen und hauptsächlich in Richtung asiatischer Märkte, insbesondere nach China, verschifft wurden – einem der wichtigsten Abnehmer von Golföl.

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Die verstärkten Exportaktivitäten erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Befürchtungen, dass sich der Konflikt auf die Energieinfrastruktur in der Region ausweiten oder die Schifffahrt durch die Straße von Hormus beeinträchtigt werden könnte – eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Ölexport. Beobachter sehen in dem Vorgehen ein vorsorgliches Signal der Produzentenländer, sich auf mögliche sicherheitspolitische Verschärfungen vorzubereiten.

In diesem Zusammenhang erklärte Homayoun Falakshahi, Leiter der Rohölanalyse bei Kpler, dass die Golfstaaten darauf abzielen, so viel Öl wie möglich in kurzer Zeit zu exportieren, um ihr Risiko zu minimieren. Er erläuterte, dass dieser Ansatz dazu dienen soll, einen großen Teil der Produktion außerhalb der Region zu bringen und so im Falle einer Eskalation wenigstens einen Teil der Einnahmen zu sichern.

Der Bericht stellt außerdem fest, dass auch der Iran – trotz israelischer Luftangriffe in den letzten Tagen – seine Ölexporte leicht steigern konnte. Der Großteil dieser Exporte geht aufgrund der US-Sanktionen ebenfalls nach China.

Inzwischen sind die Ölpreise auf den Weltmärkten seit dem Beginn der Eskalation am 13. Juni gestiegen. Der Brent-Rohölpreis legte zunächst um etwa 10 % zu, fiel jedoch anschließend um rund 3 % auf etwa 76 US-Dollar pro Barrel zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, seine Entscheidung über ein mögliches Eingreifen der USA im Konflikt zu verschieben.

Parallel dazu berichteten Experten, dass die Versicherungskosten für Öltanker im Golf seit Beginn der Spannungen um 60 % gestiegen sind. Dies bestätigte Marcus Baker, Leiter der globalen Schiffsversicherung bei Marsh McLennan. Auch die Transportkosten für große Tanker auf der Route vom Golf nach China haben sich laut Berichten um etwa 50 % erhöht.

Dieses Bild unterstreicht die wachsende Vorsicht auf den globalen Energiemärkten angesichts einer zunehmend instabilen regionalen Lage – ein Umstand, der die Produzentenländer zu präventiven Maßnahmen zum Schutz ihrer lebenswichtigen Exportströme veranlasst.

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