Die spanische Regierung hat ein Finanzpaket in Höhe von 200 Millionen Euro zur Unterstützung ihrer Investitionen in Mauretanien angekündigt, um die wirtschaftlichen und handelsbezogenen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Diese Ankündigung erfolgte nach Abschluss des ersten hochrangigen Treffens zwischen Spanien und Mauretanien, bei dem auch der mauretanisch-spanische Wirtschaftsrats in der Hauptstadt Nouakchott stattfand.
An dem Treffen nahmen der mauretanische Präsident Mohamed Ould Cheikh El Ghazouani und der spanische Regierungschef Pedro Sánchez sowie mehrere Minister, Beamte und Geschäftsleute beider Länder teil. Die mauretanische Nachrichtenagentur berichtete, dass die Abschlussveranstaltung konkrete Zusagen zur Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit brachte. Besonders hervorzuheben ist die Einführung einer neuen digitalen Plattform mit dem Namen „Al-Qantara“ (die Brücke), die den direkten Austausch zwischen mauretanischen und spanischen Wirtschaftsakteuren erleichtern sowie Informationen und Investitionsmöglichkeiten digital und übersichtlich bereitstellen soll.
Der spanische Regierungschef erklärte in seiner Rede, dass das Finanzpaket von 200 Millionen Euro auf verschiedene Bereiche verteilt werde, darunter die Bereitstellung von zinsgünstigen Darlehen für umweltfreundliche grüne Projekte, die Finanzierung von Machbarkeitsstudien vor Projektstart sowie finanzielle Instrumente zur Absicherung von Risiken und zur Erleichterung der Durchführung großer Projekte, insbesondere im Bereich Energiewende und nachhaltige Entwicklung.
Sánchez fügte hinzu, dass Spanien ab dem 1. September seinen ersten Wirtschafts- und Handelsvertreter in Mauretanien ernennen werde, um die wirtschaftliche Präsenz des Landes zu stärken und die Interessen spanischer Unternehmen zu unterstützen, die am mauretanischen Markt investieren möchten.
Präsident Mohamed Ould Cheikh El Ghazouani betonte seinerseits während des Treffens, dass Mauretanien vielfältige und vielversprechende Investitionsmöglichkeiten in wichtigen Sektoren biete, darunter Fischerei, Landwirtschaft, Viehzucht, Extraktiv- und Bergbauindustrien sowie Infrastrukturprojekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen und öffentliche Gebäude. Hinzu kämen Chancen in den Bereichen Gas, Bergbau und Dienstleistungen.
Dieses Treffen und die angekündigten Vereinbarungen stehen im Einklang mit Mauretaniens Bestreben, seine wirtschaftliche Stellung in der Region zu stärken und mehr ausländische Investitionen zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung und Diversifizierung seiner Volkswirtschaft anzuziehen. Sie spiegeln auch das Engagement Spaniens wider, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Nouakchott zu vertiefen und von den umfangreichen Möglichkeiten der mauretanischen Wirtschaft in den Bereichen erneuerbare Energien, Fischerei, Bergbau und Infrastruktur zu profitieren.





