Beim syrisch-saudischen Investitionsforum 2025, das in der syrischen Hauptstadt Damaskus stattfand, wurden 47 Abkommen und Absichtserklärungen mit einem Gesamtwert von rund 24 Milliarden saudischen Riyal (etwa 6,4 Milliarden US-Dollar) unterzeichnet. Das Forum fand unter der Schirmherrschaft des syrischen Präsidenten Ahmad Al-Sharaa und mit breiter Beteiligung aus dem öffentlichen und privaten Sektor beider Länder statt – mit dem Ziel, die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken und gemeinsame Investitionsmöglichkeiten auszuloten.
Der saudische Investitionsminister Khalid Al-Falih gab während des Forums bekannt, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman die Gründung eines gemeinsamen saudisch-syrischen Wirtschaftsrats angeordnet habe. Dieser soll mit hochrangigen Wirtschaftsführern beider Seiten besetzt werden, wobei der saudi-arabische Unternehmer Mohammed bin Abdullah Abunayyan zum Vorsitzenden des Rates ernannt wurde. Ziel sei es, den saudischen Privatsektor zu einem wichtigen Partner Syriens in der kommenden Phase zu machen.
An dem Forum nahm eine saudische Delegation mit über 100 Privatunternehmen und 20 staatlichen Institutionen teil – als Auftakt einer neuen Investitionsära zwischen beiden Ländern. Der syrische Industrieminister Nidal Al-Shaar betonte in seiner Eröffnungsrede, dass die historischen Beziehungen zwischen Syrien und Saudi-Arabien eine solide Grundlage für strategische Partnerschaften darstellen, die beiden Völkern zugutekommen sollen. Er bekräftigte das Engagement der syrischen Regierung zur Förderung eines investitionsfreundlichen Umfelds und zur Bereitstellung von Anreizen und Unterstützung für Investoren.
Al-Falih erläuterte, dass die unterzeichneten Abkommen mehrere Schlüsselbranchen abdecken. So wurden im Bereich Infrastruktur und Immobilienentwicklung Verträge im Wert von über 11 Milliarden Riyal (2,9 Milliarden US-Dollar) abgeschlossen, darunter der Bau von drei neuen Zementwerken mit saudischer Finanzierung. Im Bereich Telekommunikation und Informationstechnologie wurden Abkommen im Wert von rund 4 Milliarden Riyal (1,06 Milliarden US-Dollar) mit führenden saudischen Unternehmen wie STC und „Elm“ unterzeichnet – zur Entwicklung digitaler Infrastrukturen, Stärkung der Cybersicherheit und zum Aufbau fortschrittlicher KI-Systeme.
Im Agrarsektor diskutierten beide Seiten über die Zusammenarbeit in Bereichen wie moderne landwirtschaftliche Produktion, Ernährungslieferketten und Modellfarmen. Zudem wurde ein Memorandum of Understanding zwischen der Saudi Tadawul Group und der Börse von Damaskus unterzeichnet, um die finanzielle Kooperation zu fördern und gemeinsame Investmentfonds aufzulegen.
Al-Falih wies darauf hin, dass sich die derzeitigen Direktinvestitionen syrischer Investoren in Saudi-Arabien auf etwa 10 Milliarden Riyal (2,66 Milliarden US-Dollar) belaufen. Gleichzeitig strebt das Königreich an, seine Investitionen in Syrien in den Bereichen Energie, Industrie, Immobilien, Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Bildung und Telekommunikation auszuweiten.
Er betonte, dass diese Vereinbarungen im Rahmen der saudischen Vision zur Entwicklung strategischer Partnerschaften mit Syrien und zur Förderung wirtschaftlicher Integration stehen. Zudem lobte er die jüngsten Änderungen im syrischen Investitionsgesetz, die den Investoren zusätzliche Garantien und Anreize bieten. Diese Schritte markierten den Beginn einer neuen Ära der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und des gemeinsamen Wachstums zwischen den beiden Ländern.





