Der Exekutivdirektorenausschuss der Weltbank hat ein neues Finanzierungspaket mit einem Gesamtwert von über 1,3 Milliarden US-Dollar genehmigt, um wichtige Entwicklungsprojekte im Irak, in Syrien und im Libanon zu unterstützen. Dies geschieht im Rahmen der Strategie der Weltbank, die nachhaltige Entwicklung zu fördern sowie grundlegende Dienstleistungen und die Infrastruktur in Ländern des Nahen Ostens zu verbessern, die mit kumulierten wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen konfrontiert sind.
Laut der Erklärung der Weltbank erhält der Irak den größten Anteil dieser Mittel in Höhe von rund 930 Millionen US-Dollar zur Finanzierung des Projekts zur Entwicklung und Modernisierung des nationalen Eisenbahnnetzes, das den Namen „Erweiterung und Modernisierung der Eisenbahnen im Irak (IREM)“ trägt. Ziel des Projekts ist es, den Hafen Umm Qasr im äußersten Süden des Landes mit der Stadt Mossul im Norden über moderne Transportlinien zu verbinden, um die Effizienz der Fracht- und Personenbeförderung zu erhöhen, die Reisezeiten zu verkürzen und die Qualität der Dienstleistungen im Eisenbahnsektor zu verbessern.
Die Weltbank betonte, dass dieses Projekt dem Irak helfen werde, den innerstaatlichen und internationalen Handel zu beleben, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Bestrebungen der irakischen Regierung zu unterstützen, die Wirtschaft zu diversifizieren und die Abhängigkeit vom Ölsektor als wichtigste Einkommensquelle zu verringern.
Für Syrien genehmigte die Weltbank eine Finanzierung in Höhe von 146 Millionen US-Dollar, um die Bemühungen der syrischen Regierung zur Wiederherstellung der Stromversorgung und zur Verbesserung des Zugangs zu Energie in verschiedenen Landesteilen zu unterstützen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der erheblichen Schäden an der Energieinfrastruktur infolge des anhaltenden Konflikts, die zu einem massiven Strommangel und einer Verschlechterung der damit verbundenen öffentlichen Dienstleistungen geführt haben.
Im Hinblick auf den Libanon genehmigte die Weltbank eine Finanzierung in Höhe von 250 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der Wiederaufbauanstrengungen, während das Land weiterhin unter den Folgen beispielloser wirtschaftlicher und finanzieller Krisen leidet, die alle Sektoren einschließlich öffentlicher Dienstleistungen, Gesundheit, Bildung und Infrastruktur beeinträchtigt haben.
Die Weltbank wies darauf hin, dass diese Finanzierungen Teil eines umfassenderen Rahmens zur Unterstützung nachhaltiger Entwicklungsprojekte und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Volkswirtschaften sind, die von Konflikten und Krisen im Nahen Osten betroffen sind. Dabei hob sie die Bedeutung der Verbesserung der Infrastruktur und der Effizienz grundlegender Dienstleistungen hervor, um die Stabilität der Gesellschaften zu sichern und wirtschaftliche sowie soziale Erholungsprozesse in diesen Ländern zu fördern.





