Das Unternehmen Stellantis Algerien hat eine neue industrielle Partnerschaftsvereinbarung mit dem italienischen Unternehmen SEGIET unterzeichnet, die auf die Produktion von Kunststoffteilen für das „Fiat“-Werk in der Region Tafraoui in der Provinz Oran im Westen Algeriens abzielt. Die Vereinbarung wurde in der italienischen Hauptstadt Rom im Rahmen des algerisch-italienischen Regierungsgipfels unterzeichnet, der vom algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni geleitet wurde.
Laut einer von Stellantis Algerien veröffentlichten Mitteilung stellt das Abkommen eine Fortsetzung der bestehenden Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten dar, nachdem bereits im Mai 2025 eine ähnliche Vereinbarung geschlossen wurde. Diese Partnerschaft ist Teil einer umfassenden Strategie zur Industrialisierung vor Ort, die das Unternehmen derzeit umsetzt und an der 13 lokale Zulieferer beteiligt sind, die Teile und Komponenten für in Algerien produzierte „Fiat“-Fahrzeuge bereitstellen.
Mit diesem Schritt verfolgt das Unternehmen das Ziel, den Anteil der lokalen industriellen Integration zu erhöhen, sodass über 30 % der Fahrzeugkomponenten im Werk Tafraoui algerisch gefertigt werden. Darüber hinaus strebt Stellantis die Entwicklung des ersten integrierten Industrieclusters für die Automobilproduktion in Algerien an, was zur Reduzierung der Importkosten beiträgt und einen hohen Mehrwert für die nationale Wirtschaft schafft.
In einer Stellungnahme nach der Vertragsunterzeichnung erklärte Rawi El-Baji, Generaldirektor von Stellantis Algerien, dass das „Fiat“-Werkprojekt in Algerien zu einem starken Symbol der strategischen Zusammenarbeit zwischen Algerien und Italien geworden sei. Er bezeichnete das neue Abkommen als „echten Hebel“ für den Aufbau eines lokal verwurzelten und international wettbewerbsfähigen algerischen Industriesystems.
El-Baji betonte, dass diese Zusammenarbeit den gemeinsamen Ehrgeiz beider Länder widerspiegele, Algerien zu einer wettbewerbsfähigen regionalen Plattform für die Automobilindustrie zu entwickeln – insbesondere angesichts der strategischen geografischen Lage Algeriens und seiner Nähe zu den europäischen und afrikanischen Märkten. Er erläuterte, dass die Vereinbarung zum Technologietransfer und zur Weitergabe italienischer industrieller Expertise an den algerischen Markt beitrage, zusätzlich zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur Stärkung der lokalen Zulieferkapazitäten innerhalb der Lieferketten der Branche.
Stellantis Algerien, Inhaber der Marke „Fiat“, verfolgt im Rahmen seiner Strategie die Unterstützung der algerischen Regierungspolitik zur Entwicklung der lokalen Industrie und Diversifizierung der nationalen Wirtschaft. Das Projekt umfasst die Erweiterung der Produktion und Montage verschiedener „Fiat“-Modelle für den heimischen Markt sowie für Exportmärkte.





